Begrenztheit der Menschheit
Neulich habe ich in einem Netzwerk eine Aussage gelesen, die etwa so lautete:
Wenn man gegen Atomkraft ist, muß man (unter anderem) daran denken, daß dadurch wieder Arbeitsplätze verloren gehen.
Eine ähnliche Reaktion gab es auf einen kleinen Film über automatische Kassen:
Nein, nein, das kann man doch nicht machen, dann werden ja alle Kassierer/innen arbeitslos.
Und ich sage NA UND?
Zum einen wird man immer Energie brauchen, egal aus welcher Quelle und da wird auch lange noch menschliche Arbeit benötigt werden. Bei der Atomkraft geht es also nur um eine Verschiebung der Arbeitsplätze. Kein Grund zur Sorge.
Zum anderen... wenn man das ganze mal weiterspinnt und sich vorstellt, daß irgendwann alle Arbeit zur Produktion von Lebensmitteln, Konsumgütern oder auch Dienstleistungen von Maschinen erledigt werden könnte, was würde dann passieren? Würden wir ins Mittelalter zurückfallen und unser Gemüse im Garten anbauen, Abends im Dunkeln sitzen? Wäre alles Geld der Welt plötzlich verschwunden, nur weil man Maschinen nicht bezahlt und die Menschen nicht mehr zur Arbeit versklaven muß?
NEIN!!!
Es gäbe weiterhin Geld und weiterhin Lebensmittel, Konsumgüter und Dienstleistungen. Die Frage die sich nur stellen würde, ist wie man das vorhandene Geld auf die vorhandenen Menschen verteilt.
Ich frage mich also, muß man wirklich Arbeit, die nicht von Menschen getan werden muß, künstlich erhalten und möglichst mühsam gestalten, nur um die Anzahl der Arbeitsplätze konstant zu halten oder sollte man nicht vielmehr über eine Änderung am System nachdenken, darüber wie Geld zu den Menschen findet? Deshalb bin ich auch für das bedingungslose Grundeinkommen! Und ja, dabei verlieren auch alle Arbeitsamtsmenschen ihre Jobs und hoffentlich gehen dann auch Zeitarbeitsfirmen zu grunde!
Der einzige Grund, der mir einfällt, wieso Menschen sich nicht trauen über den Tellerrand zu gucken und nicht willens sind einfach jeden Tag weniger zu Arbeiten, sondern sich an ihre im Prinzip sinnlosen Jobs klammern, ist weil sie daraus ihren Wert ziehen. Ohne Arbeit - ohne sich versklaven zu lassen - ist man nichts wert. Und vor allem, wenn man nicht jeden Tag arbeiten geht und danach ins Bett fällt, was macht man dann nur mit sich selbst und der vielen Zeit?
Etwas anderes ist es natürlcih, wenn einem sein Job wirklich Spaß macht und nicht nur gerne zur Arbeit geht, sondern darin auch eine Art Erfüllung findet, aber bei wem ist das heutzutage schon so? Und selbst dann, was spricht dagegen jeden Tag nur 6 oder 4 Stunden zu arbeiten und dann noch Zeit zu haben die vielen vielen anderen Dinge zu entdecken, die es auf dieser Erde noch so gibt? Natürlich immer vorausgesetzt die gerechte Verteilung des Geldes ist sichergestellt.